Innovative Konzepte erfordern innovative Anlagentechnik

Wasser – eine wertvolle Ressource

Wasser ist ein wertvoller Rohstoff welchen man optimal Nutzen und Wiederverwerten sollte. Dies besonders da die weltweiten Ressourcen an hochwertigem Süßwasser mehr und mehr zur Neige gehen.

Auch in den fortschrittlichen Ländern der ersten Welt sind die Folgen des Klimawandels und drastisch abnehmender Trinkwasserreserven spürbar wie das Beispiel fallender Pegel der Talsperren in den USA zeigt. Verschiedene Prognosen gehen für die weitere Zukunft von einer Verschärfung dieses Zustandes aus. Es ist daher zu erwarten das die Kosten für Wasser auch in den Ländern welcher derzeit noch über genügend Reserven verfügen drastisch steigen werden.

In der Oberflächentechnik bildet Wasser die Basis für nahezu alle vorkommenden Prozesse und Verfahren, und wird daher in großen Volumina verwendet. Weiterhin werden große Wassermengen zum Reinigen der behandelten Bauteile benötigt.

Etablierte Technik – nicht immer die erste Wahl

Die Investitionskosten für eine klassische Abwasseraufbereitungsanlage sind zugegebenermaßen relativ niedrig, dem gegenüber stehen aber unverhältnismäßig hohe Betriebskosten sowie strenge behördliche Anforderungen an das einzuleitende Abwasser, dessen dauerhafte Einhaltung als Damoklesschwert über den Köpfen der Verantwortlichen schwebt.

Closed loop – Geschlossene Stoffkreise und optimale Wasserqualität

Optimalerweise wird dabei das anfallende Spülwasser dort aufbereitet wo es entsteht, nämlich direkt nach dem Reinigen der Bauteile. Das anfallende Spülwasser wird hierbei gesammelt, und im Teilstrom, mittels KorrodestNT Vakuumverdampfertechnik eingedampft. Das erzeugte Destillat wird ebenfalls gesammelt, und steht betriebsintern für weitere Spülzwecke zu Verfügung. Lediglich ein geringer Anteil (max. 5%) an konzentrierter Abfalllösung wird der Entsorgung zugeführt, es wird kein Abwasser der Kanalisation zugeführt.

Durch die schonende Niedertemperatur (NT) – Eindampfung bei etwa + 32°C Prozesstemperatur ist eine optimale Destillatqualität sichergestellt. Leitwerte im niedrigen 2 – stelligen µS/cm Bereich sind üblich, einstellige Leitwerte durchaus realistisch. Aufwändige Nachbehandlungsschritte des Destillates welche zusätzliche Kosten erzeugen sind üblicherweise nicht erforderlich!

Vakuumverdampfung – Erfordernisse an eine moderne Verdampferanlage

Die Anforderungen an eine moderne, zeitgemäße Verdampferanlage sind aber hoch. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf folgende Eigenschaften gelegt:

  • Gute Destillatqualität
  • Geringes Konzentrat Volumen
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Geringer Wartungs- und Reinigungsbedarf
  • Hohe Korrosionsbeständigkeit
  • Effektiver Energieeinsatz

Diese Notwendigkeiten stellen hohe Forderungen an die Kompetenz des Apparate- und Anlagenbaus. Nur eine gesamtheitlich konzipierte Anlagentechnik führt zu dauerhaft positiven Resultaten.

Korrodest NT – Verdampfertechnologie

Das einzudampfende Spülwasser wird in einem Siedebehälter aus hochlegiertem Edelstahl, alternativ auch aus Titan oder glasfaserverstärktem Kunststoff bei einem Prozessvakuum von etwa 50 mBar eingedampft. Bei diesem Vakuum siedet das Medium bereits bei ca. 32°C.
Aufgrund der niedrigen Siedetemperatur sind hartnäckige Verschmutzungen konstruktiv ausgeschlossen, zyklisch arbeitende integrierte Reinigungssysteme mechanischer und / oder chemischer Art sind daher nicht erforderlich.

Durch konsequente Weiterentwicklung bewährter Wärmepumpentechnologie, welche die Basis der Korrodest – NT Verdampfersysteme bildet, sind Energieverbräuche bis herab zu 80 KWh je m³ eingedampften Mediums absolut realistisch. Moderne NT – Verdampfer liegen also auch hinsichtlich der Betriebskosten auf Augenhöhe mit anderen Verdampfersystemen, ohne jedoch deren bauartbedingten Schwächen wie z.B. Anforderungen an das Medium, Verkrustungen, Korrosionsproblemen etc. zu haben.

Korrodest – NT Verdampfersysteme werden anwendungsabhängig mit internen Wärmetauschern als Blasensiedeverdampfer gefertigt, weiterhin stehen Anlagensysteme mit externen Wärmetauschern für hochviskose Medien zu Verfügung.

Das anfallende Spülwasser wird kontinuierlich bis zur gewünschten Konzentration eingedampft.
Hierbei wird die spez. Dichte des Konzentrats mittels integrierter hochpräziser Dichtemessung online überwacht, das erzeugte Konzentrat bei Erreichen des Grenzwertes automatisch verworfen.
In der Praxis beträgt die Menge des Konzentrates lediglich 5 bis herab zu 0,5 % des anfallenden Spülwassers.

Es werden also mindestens 95 % des eingesetzten Wassers zurückgewonnen!