Vakuumverdampfer… Warum?

Im letzten Jahr trat eine der größten Galvaniken Europas mit einem neuen Projekt an uns. Ziel war es eine neue Produktionslinie möglichst Abwasserneutral zu gestalten. Unsere Berechnungen führten uns zu einem Spülwasseraufkommen von etwa 12.000 Litern pro Tag, pro Jahr entspräche das 3744m³. Auf der anderen Seite müsste ebenso viel Frischwasser dem Prozess zugeführt werden. Dieser Aufwand sollte durch den Einsatz eines Korrodest Vakuumverdampfers minimiert werden. Rechnerisch ergab sich daraus folgende Situation:

Ohne Vakuumverdampfer

Mit Vakuumverdampfer

Abwassermenge 3744m³ 33,7m³
Einsparung Frischwasser 0m³ 3557m³

kreis abwasser

diagramm

Im Vergleich zu anderen Verdampfungstechniken ist der Vakuumverdampfer in der Lage bis zu einem Faktor von 20 aufzukonzentrieren ohne dabei nennenswerte Leistungseinbußen zu bekommen. Diese und die Tatsache, dass die geringe Verdampfungstemperatur es auch möglich macht organische Stoffe für den Prozess zurückzugewinnen spricht neben der deutlich besseren Korrosionsbeständigkeit für den Vakuumverdampfer.

Es galt nun im nächsten Schritt die Wirtschaftlichkeit des Verdampfers darzustellen. Nach eingängigen internen Berechnungen unseres Kunden bezifferte er die Summe im Falle eines nötigen Abtransports seiner Abwässer auf 676.420 € im Jahr. Bei der Annahme eines Kaufpreises von 250.000€ sowie den aus Energie und Personalkosten errechneten Betriebskosten von 59.160€ jährlich ergab sich eine Amortisationszeit von lediglich 212 Tagen. Von diesem Tag an wird der Verdampfer dem Unternehmen Jährlich 617.260€ einbringen. Anders ausgedrückt erwirtschaftet der Verdampfer also im Vergleich zur herkömmlichen Lösung täglich rund 2000€.

amortisation

Diese recht eindeutige Rechnung brachte den Kunden letztlich zu dem einzig Richtigen Schluss, er installierte eine Korrodest Verdampfungsanlage und erwirtschaftet damit schon jetzt für sein Unternehmen Kapital. Sicherlich gibt es eine Handvoll anderer Lösungsansätze, diese haben aber immer die Kehrseite, dass entweder die Anlagen auf Dauer nicht dem Medium standhalten und korrodieren oder sie Aufgrund des kleineren Faktors der Aufkonzentration weniger wirtschaftlich sind. Desweiteren ist das Verfahren über eine Neutralisation deutlich komplizierter und aufgrund der Kosten für Chemikalien, Personal, Logistik und Instandhaltung keine Alternative.